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Beef Jerky

4. April 2009

Auf den Geschmack von getrochnetem Fleisch bin ich durch eine Bekannte gekommen, die mal eine Packung aus Schweden mitgebracht hat.
Dies brachte mich dann auf die Idee, dass Beef Jerky einmal selberherzustellen, da man dann seine lieblings Marinade selber zusammenmischen kann und wenn man es selber macht ist es auch um einiges günstiger, als wenn man es im Laden kauft.

Herstellung:

Zuerst habe ich mir beim Metzger ziemlich mageres Rindfleisch geholt. Hier eignet sich sehr gut Tafelspitz oder Roastbeef. Wer noch den ein oder anderen Euro locker hat kann natürlich auch  Filet nehmen.
Bevor man das Fleisch in dünne scheiben schneidet, befreit man es erst noch von eventuell anhaftendem Fett. Dann Schneidet man das Fleisch in ca. 5mm dünne scheiben. Dies geht am besten auf einer Aufschnittmaschine, jedoch hat man mit einem gut geschärften Messer auch keine Probleme. Desweiteren kann man das Fleisch kurz anfrosten, um es besser zu schneiden. Anschließend kann man die Scheiben nochmal in etwas kleiner Stücke schneiden, um sie schneller zu trocknen. Wichtig, ist, dass man das Fleisch gegen die Faser schneidet, um es nach dem Trocknen leichter abbeißen zu können.

fleisch

Marinade:

Man könte das Fleisch ohne weiteres ein wenig würzen und dann trocknen, aber dann würde es nicht so gut schmecken. Deshalb habe ich eine Marinade hergestellt, wo das Fleisch 18 – 24 Stunden drin eingelegt wird.
Bei der Marinade kann man verschiedene Saucen verwenden, je nachdem was man für eine geschmacksrichtung haben möchte. Wichtig ist, dass mann keine fett- oder ölhaltigen Bestandteile der Marinade zufügt, da diese beim Dörren ranzig werden und das Beef Jerky verderben.

Hier mal ein Marinadenrezept für ca. 1kg Rindfleisch

125ml Barbecuesauce (z.B. Kraft)
100ml Sojasauce (z.B. Kikkomann)
125ml Teriyakisauce (z.B.Kikkoman)
2EL Balsamicoessig
1 guter Spritzer  Tabassco
20g gemahlener Pfeffer
1EL Fleur de Sel
1EL Zucker
50ml Single Malt (vorzugsweise ein Whisky von Islay, wegen der rauchrigen Note)

Wenn man die Zutaten alle zusammen hat, macht man sie in eine Schüssel und rührt alles kräftig mit dem Schneebesen durch. Alternativ kann man auch einen Küchenstab benutzen. Danach läßt man die Marinade noch ca. 4-5 Stunden im Kühlschrank ziehen, damit  alle Bestandteile ihre Aromen freigeben. Da sich die festen Bestandteilewährend dieser Zeit am Boden absetzen, sollte man die Marinade vor dem Gebrauch nochmal kräftig durchrühren. Anschließend nimmt man das Fleisch und mariniert jedes Stück einzeln und legt es dann in einen Ziplockbeutel oder in einer flache Tupperbox. Wenn alles fertig mariniert ist ,schüttet man den Rest Marinade über das Fleisch. Nun muss das eingelegte Fleisch ca.24 Stunden in der Marinade ziehen.

marinade1

mariniert2

Wundert euch nicht, wenn die Marinade sehr intensiv und salzig riecht und recht scharf ist. Dies verteilt sich prima auf das ungewürzte Fleisch und gibt im Eneffekt ein lecker schmeckendes Beef Jerky.

Trocknen:

Als erstes befreit man das Fleisch von der Marinade. Dazu öffnet man den Ziplockbeutel oder die Tupperbox und schüttet die Marinade ab. Die Marinade sollte man wegen eventueller Keimbildung auf keinen Fall noch einmal benutzen. Mit leichtem Druck auf das Fleisch presst man noch den den Rest Marinade heraus. Anschließend tupft man das Fleisch gut mit Küchenpapier ab, um so viel wie möglich an Flüssigkeit rauszubekommen. Je weniger Flüssigkeit im Fleisch enthalten ist, desto schneller geht der Dörrvorgang. Wenn das Fleisch trocken getupft ist legt man es in die Dörretagen des Dörrautomats. Das Fleisch sollte genug platz haben und sich nicht berühren. Wenn alle Etagen gefüllt sind startet man den Dörrvorgang. Dieser dauert je nach Fleischdicke zwischen 6-10 Stunden.

vordemdorren1

imdorrer1fertig


Aufbewahrung:

Nach dem Dörren muss das Fleisch erst einmal auskühlen, bervor man es verpackt. Dann verpackt man es am besten in luftdichte Zipbeutel. Wenn man der Versuchung wiederstehen kann, sollte man dem Beef Jerky ein paar Tage geben um noch nachzureifen. Wieso das werde sich einige fragen. Da man das Fleisch wahrscheinlich nicht 100% gleich dick schneidet, haben die verschiedenen Stücke unterschiedliche Trockenheitsstufen. Wenn man das Fleisch etwas ruhen läßt, verteilt sich die Restfeuchte gleichmässig und es ist saftiger.
Das fertige Beef Jerky kann, wenn es trocken und kühl gelagert wird, bis zu 6 Monaten aufbewahrt werden, sofern es nicht auf Grund des guten Geschmacks gegessen wird.

tute

Viel Spaß beim nachmachen!

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3 Kommentare leave one →
  1. meisterJäger permalink
    4. April 2009 23:02

    Seeeehr schön 🙂
    Toll beschrieben und mit den Bildern eine Gemeinheit – wo bekomm ich jetzt Samstag Nacht noch Fleisch her 😀

  2. hrxxl permalink*
    5. April 2009 00:39

    besten dank
    kann dir ja ne streifen schicken 🙂

  3. 5. April 2009 22:30

    das sieht ja mal richtig lecker aus *sabber* 🙂

    Danke für das Marinaden Rezept mit Whisky, muss ich auch mal ausprobieren

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